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Lebenslauf-Beispiele für die Pflege

Lebensläufe für jeden Schritt in der Pflege, von der Ausbildung und der Pflegehilfe über die examinierte Pflegefachkraft bis zur Fachweiterbildung Intensivpflege und zur Stationsleitung. Sie sind so aufgebaut, wie Pflegedienstleitungen lesen: Examen und Fachbereich zuerst, dann Station, Patientenzahl und was du verbessert hast.

Was Pflegedienstleitungen zuerst prüfen

Der erste Blick auf einen Pflege-Lebenslauf beantwortet vier Fragen: Hast du das Examen und die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung, in welchem Fachbereich hast du gearbeitet, welche Weiterbildungen hast du (Praxisanleitung, Fachweiterbildung, Wundexperte) und wie viele Jahre Erfahrung bringst du mit. Mach alle vier auf der ersten Seite sichtbar: die Berufsbezeichnung unter deinem Namen, das Examen in der Ausbildung, den Fachbereich im Titel jeder Stelle.

Seit 2020 heißt die generalistische Ausbildung Pflegefachfrau oder Pflegefachmann. Ältere Abschlüsse (Gesundheits- und Krankenpflegerin, Altenpflegerin, Kinderkrankenschwester) schreibst du so, wie sie auf deiner Urkunde stehen; jede Pflegedienstleitung kennt sie.

Die Station beschreiben, nicht nur das Krankenhaus

Ein Klinikname sagt außerhalb der Region wenig. Die Station sagt, was du kannst: „interdisziplinäre Intensivstation mit 18 Betten, Versorgungsstufe Maximalversorgung“ oder „Wohnbereich mit 32 Bewohnern, davon 12 mit Demenz“. Nenn Bettenzahl, Fachrichtung und typische Patientengruppen.

Dann ein bis zwei Ergebnisse pro Stelle aus dem, was die Pflege ohnehin misst: Stürze, Dekubitus, Umsetzung von Expertenstandards, Patientenzufriedenheit, Einarbeitung neuer Kollegen. Praxisanleitung, Hygienebeauftragung und Projektgruppen gehören in die Stichpunkte; so zeigen Pflegekräfte Verantwortung, bevor sie eine Leitungsfunktion haben.

Eine Seite oder zwei?

Auszubildende, Pflegehelfer und Berufseinsteiger kommen mit einer Seite aus. Erfahrene Pflegefachkräfte mit mehreren Fachbereichen, Weiterbildungen oder Leitungsaufgaben nutzen zwei. Arbeitsverträge über Zeitarbeit fasst du unter einer Überschrift mit Fachbereich zusammen, damit der Lebenslauf nicht wie eine Liste kurzer Stellen wirkt.

Fragen und Antworten

Krankenschwester oder Pflegefachfrau: was schreibe ich?

Die Berufsbezeichnung, die auf deiner Erlaubnisurkunde steht. „Krankenschwester“ ist seit 2004 keine offizielle Bezeichnung mehr, wird aber noch gesucht und verstanden. Du kannst schreiben: „Gesundheits- und Krankenpflegerin (examiniert)“ oder „Pflegefachfrau“.

Brauchen Pflegekräfte ein Kurzprofil?

Ein kurzes hilft, besonders beim Wechsel des Fachbereichs oder aus der Altenpflege ins Krankenhaus. Zwei bis drei Zeilen: Abschluss, Jahre Erfahrung, Fachbereich und eine Stärke. Floskeln wie „empathisch und belastbar“ belegst du lieber in den Stichpunkten.

Soll ich alle Einsätze aus der Ausbildung aufführen?

Nur in der Ausbildung und im ersten Berufsjahr, kurz und mit Stunden. Danach ersetzt deine eigene Berufserfahrung die Einsätze.

Welche Dokumentationssysteme nenne ich?

Die, mit denen du täglich gearbeitet hast, zum Beispiel ORBIS, SAP i.s.h.med, Medico, Vivendi oder MediFox. Häuser schulen zwar alle, aber ein bekanntes System verkürzt die Einarbeitung.