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Lebenslauf Schüler: Muster für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz

Ein einseitiger Lebenslauf für einen Schüler der 10. Klasse, der sich um einen Ausbildungsplatz bewirbt. Ausbildungsbetriebe erwarten keine Berufserfahrung; sie wollen sehen, welchen Abschluss du anstrebst, dass du zuverlässig bist und dass du dich für den Beruf schon einmal interessiert hast.

Lebenslauf-Beispiel Schüler (Ausbildungsplatz), Seite 1 von 1Jonas WeberSchüler, Bewerbung um eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandeljonas.weber@example.com · 0234 4710 318 · 44789 Bochum · Geboren am 05.06.2010KurzprofilSchüler der 10. Klasse mit einem zweiwöchigen Praktikum im Lebensmitteleinzelhandel und einem JahrMinijob im Getränkemarkt. Ich bin gern mit Menschen im Gespräch, packe mit an und möchte ab August2027 eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel beginnen.AusbildungMittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife), voraussichtlich 06/202708/2021 – heuteRealschule am Stadtpark · Bochum•Aktueller Notendurchschnitt 2,3. Mathematik 2, Deutsch 2, Englisch 3. WahlpflichtfachSozialwissenschaften.BerufserfahrungAushilfe (Minijob)09/2025 – heuteGetränke Kemper · Bochum•Leergut annehmen, Regale auffüllen und Kunden beim Tragen helfen, samstags 6 Stunden.•Kasse vertretungsweise übernommen, nachdem mich der Filialleiter nach drei Monaten eingearbeitethatte.Schülerbetriebspraktikum01/2025 – 02/2025Frischmarkt Hellweg · Bochum•Zwei Wochen in Obst und Gemüse, Kühlregal und Kasse: Ware geprüft, Preise ausgezeichnet, Kundenzum Sortiment beraten.•Zum Abschluss eine Aktionsfläche für regionale Äpfel mitgestaltet, die der Markt danach übernommenhat.EhrenamtJugendtrainer (Assistent) U908/2024 – heuteTuS Bochum-Linden, Fußball · Bochum•Unterstütze den Trainer zweimal pro Woche beim Training für 14 Kinder und betreue Spiele amWochenende.KenntnisseMicrosoft Word · Excel (Grundlagen) · PowerPoint · Kassieren · Kundenfreundlichkeit · Pünktlichkeit ·TeamarbeitSprachenDeutsch Muttersprache · Türkisch Verhandlungssicher · Englisch Gute KenntnisseInteressen•Fußball, Kochen mit Freunden, Fahrradreparaturen
Schüler (Ausbildungsplatz)Beispiel verwenden

Worauf Personaler achten

  • Schule und Abschluss: welche Schulform, welcher Abschluss, wann voraussichtlich. Dazu die Noten in Deutsch, Mathe und Englisch, wenn sie in Ordnung sind.
  • Praktika: Ein Schülerpraktikum im Wunschberuf zeigt, dass du weißt, worauf du dich einlässt.
  • Zuverlässigkeit: Ein Minijob, Zeitungen austragen oder regelmäßiges Training im Verein sagen viel über deine Arbeitshaltung.
  • Engagement: Schülervertretung, Streitschlichter, Jugendfeuerwehr, Sporttrainer. Es zeigt, dass du Verantwortung übernimmst.
  • Ein gepflegter, fehlerfreier Lebenslauf: Bei Schülern achten Betriebe besonders auf Rechtschreibung und Form.

Das Kurzprofil schreiben

Zwei Sätze: welche Klasse du besuchst, was du schon ausprobiert hast (Praktikum, Minijob) und welche Ausbildung du ab wann suchst. Viele Schülerlebensläufe kommen auch ohne Kurzprofil aus; mit einem wirkt deiner zielstrebiger.

Das Kurzprofil in diesem Beispiel

Schüler der 10. Klasse mit einem zweiwöchigen Praktikum im Lebensmitteleinzelhandel und einem Jahr Minijob im Getränkemarkt. Ich bin gern mit Menschen im Gespräch, packe mit an und möchte ab August 2027 eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel beginnen.

Gymnasiast mit Abitur, der eine Ausbildung sucht

Schülerin der 12. Klasse (Abitur voraussichtlich 2027) mit Leistungskursen in Mathematik und Wirtschaft und einem Praktikum in einer Steuerkanzlei. Ich arbeite gern genau mit Zahlen und suche eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten.

Schüler, der einen Nebenjob sucht

Schüler der 9. Klasse, 15 Jahre, zuverlässig und gern unter Leuten. Ich trage seit einem Jahr zweimal pro Woche Prospekte aus und suche einen Minijob am Wochenende im Supermarkt oder in der Gastronomie.

Stichpunkte, die wirken

Starke Zeilen für diesen Beruf, zusätzlich zu denen im Beispiel. Übernimm die Form und setz deine eigenen Zahlen ein.

  • Zwei Wochen Schülerpraktikum in einer Kfz-Werkstatt: Reifen gewechselt, Werkzeug sortiert und bei 15 Inspektionen zugeschaut.
  • Trage seit 2024 zweimal pro Woche rund 300 Prospekte aus, ohne einen einzigen ausgefallenen Termin.
  • Gebe seit einem Jahr zwei Fünftklässlern Nachhilfe in Mathematik; beide haben sich um eine Note verbessert.
  • Als Klassensprecherin zwei Jahre lang die Anliegen von 28 Mitschülern bei der Klassenkonferenz vertreten.
  • Beim Schulfest einen Waffelstand mit 4 Mitschülern organisiert und 420 € für die Klassenfahrt eingenommen.
  • Ausgebildete Streitschlichterin: 2025 bei 10 Konflikten auf dem Schulhof vermittelt.
  • Mitglied der Jugendfeuerwehr seit 3 Jahren, mit Leistungsspange 2025.
  • Im Wahlpflichtkurs Technik mit einem Team von 3 einen kleinen Roboter gebaut und programmiert.
  • Zwei Ferienjobs im Freibad-Kiosk, je 4 Wochen, an Tagen mit bis zu 800 Badegästen.

Kenntnisse für den Lebenslauf

Fachkenntnisse

  • Microsoft Word, Excel, PowerPoint
  • Zehnfingerschreiben
  • Kassieren und Wechselgeld
  • Erste Hilfe (Kurs)
  • Handwerkliches Geschick
  • Grundlagen im Programmieren (Scratch, Python)

Soziale Kompetenzen

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • Freundlichkeit im Umgang mit Kunden
  • Lernbereitschaft
  • Teamfähigkeit, mit einem Beispiel belegt

Abschlüsse, Zertifikate und Nachweise

  • Erste-Hilfe-Kurs: nützlich für fast jede Ausbildung, Pflicht für den Führerschein.
  • Jugendleitercard (Juleica): wenn du in einem Verein oder einer Jugendgruppe Gruppen leitest.
  • Sprachzertifikate wie Cambridge oder DELF: wenn du sie in der Schule gemacht hast.
  • Führerschein Klasse AM, A1 oder B (begleitetes Fahren mit 17): für Betriebe auf dem Land oder mit Außendienst ein Plus.

Länge und Aufbau

Eine Seite. Reihenfolge: persönliche Daten mit Geburtsdatum, eventuell ein Kurzprofil, Schulbildung, Praktika und Nebenjobs, Ehrenamt, Kenntnisse und Sprachen, Interessen. Die Grundschule kannst du weglassen. Ort, Datum und Unterschrift am Ende sind bei Papierbewerbungen üblich.

Häufige Fehler

  • Eine unseriöse E-Mail-Adresse wie partyking2010@… Leg dir eine mit Vor- und Nachnamen an.
  • Interessen wie „Freunde treffen, Netflix“. Nenn lieber, was etwas über dich aussagt: Verein, Instrument, Schrauben am Fahrrad.
  • Rechtschreibfehler. Lass den Lebenslauf von jemandem gegenlesen, bevor du ihn verschickst.
  • Das Schülerpraktikum weglassen, weil es „nur zwei Wochen“ waren. Für Ausbildungsbetriebe ist es wichtig.
  • Ein Selfie oder Urlaubsfoto als Bewerbungsfoto. Entweder ein richtiges Bewerbungsfoto oder keins.

Fragen und Antworten

Was schreibe ich als Schüler in den Lebenslauf?

Persönliche Daten, Schulbildung mit angestrebtem Abschluss, Praktika, Nebenjobs, Ehrenamt, Kenntnisse wie Word und Excel, Sprachen und ein paar Interessen. Das reicht für eine starke Seite.

Gehört das Geburtsdatum in den Schülerlebenslauf?

Ja, das ist üblich. Für Minderjährige gelten besondere Arbeitszeiten nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz, deshalb möchten Betriebe dein Alter kennen.

Muss ich den Lebenslauf unterschreiben?

Bei einer Bewerbung auf Papier ist es üblich, mit Ort und Datum. Bei Online-Bewerbungen ist eine Unterschrift kein Muss; eine eingescannte wirkt aber sorgfältig.

Brauche ich ein Bewerbungsfoto?

Nein, es ist freiwillig. Viele Betriebe freuen sich trotzdem darüber. Wenn du eines nimmst, dann ein aktuelles vom Fotografen oder ein gutes Foto vor ruhigem Hintergrund.

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